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High-Price Produkte verkaufen: Warum klassische Performance-Logik nicht mehr reicht

Max Modrich
January 19, 2026

Performance Marketing für 20 € Produkte kann jeder. Aber wie sieht’s aus, wenn der Warenkorb bei 500 €, 1.000 € oder sogar 5.000 € liegt?

Hier geht es nicht um schnellen Dopamin-Konsum, sondern um Vertrauen, komplexe Entscheidungen und eine verdammt lange Customer Journey.

In einer unserer Podcast Folgen sprechen wir mit Kevin Kreutzberg. Er verwaltet über 25 Millionen € Ad Spend im Jahr und ist die Instanz, wenn es darum geht, erklärungsbedürftige Premium-Brands über Meta zu skalieren

Hör jetzt rein:

1. Vergiss den Impulskauf: Die Psychologie hinter Premium

Wenn Leute viel Geld ausgeben, haben sie eins: Schiss. Die Angst vor dem Fehlkauf ist der größte Conversion-Killer. Dein Job? Diese Angst killen, bevor sie entsteht.

  • Long-Term Game: Die Customer Journey bei High-Ticket ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wer das nicht akzeptiert, verbrennt sein Budget.
  • Deep Research: Deine Kunden vergleichen dich mit jedem Peer auf dem Markt. Deine Brand-Differenzierung muss sitzen wie eine Eins.
  • Emotionaler Anker: Du musst Grundbedürfnisse triggern, aber mit einer Exzellenz, die den hohen Preis rechtfertigt.

2. Attribution ist eine Lüge – Navigiere durch den Datendschungel

Kevin ist ehrlich: Wer heute noch an die eine „Single Source of Truth“ im Ads Manager glaubt, hat verloren. Besonders im High-Ticket-Bereich ist der Datendschungel real.

  • Der Haushalts-Check: Oft recherchiert die Partnerin, bestellt Stoffmuster und konfiguriert das Sofa – aber der Partner kauft es Wochen später über das Firmen-Laptop via Google Brand Search. Meta sieht hier: Null Sales. Die Realität: Meta war der Zünder.
  • Mikro-Conversions tracken: Da der Sale oft erst nach 30, 60 oder 90 Tagen passiert, brauchst du Zwischenziele. Kevin optimiert auf Events wie „Konfiguration abgespeichert“, „Muster bestellt“ oder „Verweildauer auf der Site“.
  • Post-Purchase Surveys: Das wichtigste Tool? Frag deine Kunden einfach nach dem Kauf: „Wie lange kennst du uns schon?“. Wenn 50 % sagen „seit 3 Monaten“, weißt du, dass du deine Kampagnen nicht nach 7 Tagen killen darfst.

3. Creative Strategy: Variation Beats Iteration

Im High-Ticket-Bereich ist das Creative dein wichtigster Hebel. Aber Kevin warnt davor, nur die ersten drei Sekunden eines Top-Performers zu tauschen.

  • Massive Varianz: Teste verschiedene Räume, unterschiedliche Creator-Typen und Formate.
  • Setting & Kaufkraft: Dein Setting muss die Zielgruppe widerspiegeln. Ein Luxusprodukt in einer billigen Location? Funktioniert nicht

4. Skalierung: Wann du aufs Gaspedal drücken darfst

Ab einem Spend von 80k - 100k € pro Monat wird es ernst:

  • Full-Funnel Optimierung: Kevin empfiehlt, die Optimierungsziele zu diversifizieren. Ein Teil des Budgets muss in das Prospecting fließen, ein anderer in die Absicherung der Customer Journey (z. B. Google Search Abgriff oder Reach).
  • Inkrementalität: Schau nicht nur auf den ROAS im Dashboard. Steigen deine Brand Searches? Geht dein Direct Traffic hoch? Das ist der wahre Impact von Meta.
  • Konventionelle Planung: In der aktuellen Marktlage rät Kevin zu Profitabilität vor blindem Wachstum. Ein guter Stratege weiß, wann er pushen muss und wann er die Marge sichert.

High-Ticket Scaling auf Meta ist nichts für schwache Nerven. Du musst deine Zahlen kennen, deine Creatives variieren und vor allem verstehen, dass dein Kunde Zeit braucht.

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